Eine große Nation verabschiedet einen großen Mann

Mr. K. Viswanathan, Gründer und Leiter von Mitraniketan, wurde am 8. Februar 1928 im Dorf Vellanad, Distrikt Thiruvananthapuram, geboren. Er absolvierte seine Schulzeit in der Hauptstadt und trat der von Rabindranath Tagore gegründeten Visva-Bharati-Universität Santiniketan bei. Nach Abschluss 1953 setzte er seine Studien in den USA, Großbritannien und Skandinavien fort. Während seines Aufenthaltes in den USA kam er in Kontakt mit Arthur E. Morgan, einen bedeutenden Gelehrten und Pädagogen, der einen wichtigen Einfluss auf seine Zukunft hatte.

Sein Handeln wurde nicht nur bei den Kindern, die nun seit Generationen an seinem Traum "Bildung für alle" teilhaben durften, sondern im ganzen Land geschätzt.
Die Trauerfeier begann in seiner engsten Umgebung in der kleinen Stadt Vellanad und erstreckte sich bis zu hohen Ämtern von Kultur und Politik. Seine Einstellung zu Bildung für alle und die Notwendigkeit jedem die Chance einer selbstbestimmten Zukunft zu geben hat auch in anderen Teilen Indiens Beachtung gefunden. Das Schicksal der Mädchen, die in seiner Schule in Mitraniketan zahlreich Platz und Bildung finden, lagen ihm besonders am Herzen.

Der ewige Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt

Für den, der geboren ist, ist der Tod sicher, für den der stirbt, ist die Geburt sicher„.     


Und so ist es tröstlich zu wissen, dass unser Freund, Gründer und Leiter der Schule Mitraniketan in Südindien, Mr Viswanathan, sein höchstes Ziel erreicht hat.

Mit seinen bemerkenswerten Taten wurde er nicht nur hier wie dort in Indien geschätzt und verehrt, sondern erreichte in seinem Glauben nun den vollkommenen Frieden.

Wir verabschieden uns in Trauer, da des Bewustseins der Endlichkeit,  und in großer Dankbarkeit durch die lange Freundschaft, die uns mit diesem weisen Mann verbunden hat.

Jeder Tropfen Wasser zählt

 

Im Februar 2014 besuchte eine Gruppe von Schülern, Eltern und Lehrern des Heisenberg-Gymnasiums Karlsruhe zum zwölften Mal unser Projekt in Mitraniketan und leistete praktische Entwicklungshilfe vor Ort. Durch den wiederholt kurzen und schwach ausgeprägten Monsun hat sich in den vergangenen Jahren das Problem der Wasserknappheit verstärkt. In den vorhandenen Wasserbecken und Tanks konnte nicht mehr genügend Trink- und Brauchwasser gesammelt werden. Teilweise musste schon Trinkwasser zugekauft werden. Die Arbeiten der diesjährigen Gruppe konzentrierten sich deshalb auf den Aufbau von Wassertanks (Sammeln des Regenwassers von den Dächern) und den Bau von Natursteinmauern zur Terrassierung des Geländes, um das knappe Regenwasser zu halten. Auch der im vergangenen Jahr begonnene Aushub eines Tiefbrunnens wurde zwischenzeitlich fertiggestellt.