Girls Hostel ist fertiggestellt

Stand des Projektes Sept. 2022

Erste positive Nachrichten gibt es aus Mitraniketan. Die vielfältigen Aktivitäten in un- serem südindischen Projekt nehmen nach der über zweijährigen Pandemie-Phase all- mählich wieder an Fahrt auf, wenngleich das Herzstück, die Schule für unterprivile- gierte Kinder aus den Stammesgebieten, noch nicht im „Normalbetrieb“ läuft. Zurzeit werden in Mitraniketan wieder ca. 100 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Vor Corona waren es allerdings weit mehr als 200. Die Kinder aus dem Hochland Keralas dürfen aufgrund eines Regierungserlasses zur Eindämmung der Pandemie noch nicht wieder nach Mitraniketan und wurden auf die schlecht ausgestatteten und (zu) weit entfernten Schulen in den Stammesgebieten verteilt – mit der Folge, dass in vielen Fällen ein Schulbesuch überhaupt nicht mehr stattfindet. Die Projektleitung in Mitra- niketan hofft aber, dass die Pandemiegesetze im Zuge einer Stabilisierung der Corona-Lage entfallen und die Kinder wieder zurückkehren können.

Dank unserer Hilfe wurde die Renovierung des alten Mädchenwohnheims bis Mai 2022 abgeschlossen. Bäder, Toiletten und elektrische Installationen wurden komplett er- neuert, die Böden gefliest, Wohnräume, Fenster und Türen gestrichen. Da momentan die sonstigen Wohnheimplätze für die ca. 100 anwesenden Schulkinder ausreichen, wird das „alte“ Mädchenwohnheim seit Juni 2022 bis auf Weiteres für andere Veran- staltungen genutzt, so etwa für Kurse angehender Krankenschwestern aus der Umge- bung, Lehrveranstaltungen oder Workshops. Auf diese Weise können auch wieder erste Einnahmen generiert werden.

Zusammen sind wir stark!

Das “alte” Girls Hostel in Mitraniketan wurde mit Unterstützung unseres Vereins renoviert und ist nun fertiggestellt. Uli Schmitz, Pate des Projektes, begleitete die Renovierungsarbeiten und koordinierte über zwei Jahre die zweckgebundenen Aufwendungen. Sein wachsames Auge und die enge Zusammenarbeit mit der dortigen Leitung bewirkten die Fertigstellung des Gebäudes in lediglich zwei (Corona geplagten) Jahren. Das Erdgeschoss des Hostels wird bereits für Tagungen und Aufenthalte von Gaststudenten genutzt. Es ist eine komfortable Einrichtung für Studiengruppen geworden, die sich perfekt sowohl für Übernachtung als auch für Unterricht oder Workshops eignet. So wurde im Mai dieses Jahres bereits ein 4-tägiger Workshop für die Weiterbildung von Regierungsschullehrer abgehalten. Mit Herzblut haben die Schüler des Heisenberg Gymnasiums um den Erhalt des alten, schönen Gebäudes gekämpft und im Februar 2020 vor Ortmit den Renovierungsarbeiten begonnen. Mit ihrem Einsatz und den durch den Verein bereit gestellten Geldern können wir nun Stolz das Girls Hostel an deren Bewohnerinnen übergeben. Herzlichsten Dank an alle, die sich daran beteiligt haben!

Neue Technik, die vielen hilft

Das Farm Science Center (K.V.K.) in Mitraniketan fördert den Anbau von Pflanzen im Wasser, welches mit Nährstoffen angereichert wird und zur Produktion von Maisgrünfutter für kleine Milchviehbetriebe in den nahegelegenen Dörfern geeignet ist.

Hydroponische Systeme ermöglichen eine wassersparende Anzucht von Nutzpflanzen, was den kleinen Betrieben und Haushalten gute Ernährung für das Vieh ermöglicht, ohne die kostbare Resource Wasser zu überfordern.

Schulbetrieb kann wieder starten

Die Schule und der Kindergarten in Mitraniketan haben nach den Sommerferien im Juni wieder geöffnet. In diesem Jahr gibt es etwa 100 Schüler, da einige Kinder aus fernen Orten (Wayanad) nach der Corona-Pandemie nicht wieder angereist sind. Wegen Covid verordneten lokale Bestimmungen, sich ihren Dörfern nahe gelegenen Schulen anzuschließen. Daher konnten wir einige sehr armer, aber Unterstützung bedürftigen Kinder von alleinerziehenden Mütter, hier aus der nahen Umgebung, in Mitraniketan aufnehmen. Die berufstätigen Mütter, gerade von Töchtern, nutzen gerne die Möglichkeiten der Mitraniketan-Schule. Dortige Schüler haben jetzt bessere Unterkunft (girls und boys hostel), eine renovierte Kantine mit Speisesaal und gute Sporteinrichtungen.

Girls Hostel empfängt Gäste

“The girls hostel looks beautiful.”

Die von unserem Verein finanzierten Renovierungsarbeiten am ‘alten’ Girls Hostel schreiten schnell voran und trotzen den durch Corona verursachten allgegenwärtigen Einschränkungen. So konnte vor einigen Tagen eine feierliche Veranstaltung im dortigen 1.OG abgehalten werden. Während der Feier hat die Association of Kerala People in New York (namens KALAVEDI International Inc) Mitraniketans Leitung eine großzügige Spende für die Entwicklung eines Kinderparks, den Kindergarten ergänzend, überreicht.

Der Präsident der KALAVEDI überreichte die Spende an Sethu, Leiterin Mitraniketans in jenen Räumen, deren Sanierung von uns tatkräftig Anfang 2020 begonnen wurde.

 

Tätig bleiben, trotz Corona

Mitraniketan (Kerala, Indien): Im Rural Technology Center (RTC) wurde eine einwöchige künstlerischer Keramik Schulung für taube und stumme Studierende des NISH-National Institute of Speech and Hearing von Trivandrum, durchgeführt. 

Im Rahmen dieser Initiative lernten fünf Bachelor of Arts-Studenten alles über Tonbearbeitung, Umgang mit der Drehscheibe und Entwicklung von künstlerischen Materialien.

Frau Deepa, eine in Mitraniketan ausgebildete und versierte Töpferin, unterstützt durch Lehrer der NISH, übernahm die Leitung des Kurses. Mitraniketan setzt auch in Zukunft seine Zusammenarbeit mit NISH für eine arbeits- und kunstorientierte Berufsausbildung fort. “Wir betrachten es als eine gute Gelegenheit, den tauben und stummen Kindern zu dienen und sie dabei zu unterstützen, ihr latentes Potenzial zu entdecken und zu verwirklichen”, so Mitraniketans Leiter.

Und so werden die Räume auch während der Corona-Einschränkungen genutzt.

 

Corona Hilfe in unseren Projekten

Nachricht unseres Ansprechpartners aus Indien/Mitraniketan: “Kerala people started coming from other parts of India & abroad. Selected of them will be quarantined in different Public institutions.

In Mitraniketan our Boys hostel has also given for the purpose (quarantine centre). It was disinfected by the Fire Force yesterday. But one room for one person…so we have sixteen  big rooms for sixteen persons. They will accommodate one in one room only.

We are also doing our work to prevent corona virus. — a) Producing cotton Mask & giving to village houses/women & Children. — b) distributing dry food (rice etc) to community kitchen. They will cook food & supply to 250 poor & Old people everyday until Lock down is over. we donated food/cooking materials for 7 days for 250 persons per day to the village commune president. — c) Creating awareness among people.”

So helfen die Armen den noch Bedürftigeren und sorgen dafür, dass das Virus sich nicht rasant in der Umgebung der Schule ausbreitet.

Jedes Haus braucht ein Dach…

und wir brauchen Ihre Hilfe!

Die diesjährige Schüler-, Eltern-, Lehrer-Gruppe des Heisenberg-Gymnasiums Karlsruhe/Ettlingen/Bruchsal reiste Mitte Februar nach Süd-Indien, um zu helfen, das in die Jahre gekommene Mädchenwohnheim zu renovieren. Das von Laurie Baker in den 50er. Jahren erbaute Gebäude gehört zu den ersten in Mitraniketan und weist den für Kerala typischen Baustil auf.

Die Gruppe machte sich an die Arbeit und erreichte erstaunliche und sichtbare Fortschritte. Klar wurde jedoch auch, dass ohne weitere Zuschüsse das ursprüngliche Ziegeldach und der Dachstuhl nicht zu erhalten sind.

Daher die heutige Bitte um Spenden für die abschließenden Dacharbeiten, die, so hoffen wir, rechtzeitig vor Eintreten des diesjährigen Monsuns beendet werden können.

Nutzen Sie bitte hierfür das hier angegebene Konto unter Angabe des Verwendungszwecks Girls Hostel. Jeder Betrag ist willkommen. Wir möchten uns dafür schon jetzt ganz herzlich bei Ihnen bedanken!

Sie erhalten über diese Seite auch alle Informationen über den Fortschritt der Bauarbeiten.

Laurie Baker in Mitraniketan

Wer war Laurie Baker … und warum interessiert er uns heute? Weil der im März 1917 in England geborene und 2007 in Trivandrum verstorbene Architekt Laurence (Laurie) Wilfred Baker Mitraniketan über Jahrzehnte mit seiner wunderschönen “low cost” Bauweise entscheidend prägte und es nun an uns liegt, dieses Erbe zu erhalten.

Im Februar 2020, mit dem dann stattfindenden Schüler-Besuch, bemühen wir uns um das nun in die Jahre gekommene girls hostel, das einer gründlichen Renovierung bedarf. Die gute und uns froh stimmende Nachricht ist: das Gebäude bleibt erhalten und muss lediglich umfassend saniert werden.

Wer war Laurie Baker? Laurie Baker beendete 1937 das Architektur-studium in Birmingham. Während des Zweiten Weltkrieges diente er im freiwilligen Rettungsdienst, und wurde u.a. neben China und Burma nach Indien, auf eine Lepra-Krankenstation versetzt.  Die dort vorgefundenen menschenunwürdigen Heime, in denen die Kranken untergebracht waren, und sein Studium veranlassten ihn bald, sich dem Umbau und der Erneuerung des Umfeldes zu widmen. Allerdings musste er sehr schnell begreifen, dass seine akademische Ausbildung nicht zur Lösung der hier vorgefundenen Probleme beitragen würde. Materialien, Witterung, Monsun, Insektenbefall waren nun seine Herausforderungen. Laurie Baker erkannt das Problem und begann sich mit den Bauweisen der einheimischen, indischen Architektur zu befassen und konzentrierte sich auf das Wissen der lokalen Bauherren.

Es dauerte nicht lange bis er seinen eigenen Stil gefunden hatte. Anders als seine Zeitgenossen, richtete Baker die Bauwerke extrem nach dem Nutzen und den zukünftigen Bewohnern, nach Kosten und nach der Struktur des vorgefundenen Geländes aus. Ohne jedoch Funktionalität (Lüftung, Raumnutzung, Licht) und Ästhetik außer Acht zu lassen. Das Ergebnis können wir an allen unter der Leitung von Mr. Viswanathan gebauten Gebäuden in Mitraniketan bestaunen. “Low cost building heißt es auch hier, was Mitraniketan und allen seinen Einheiten einen freundlichen und einladenden Charakter verleiht.

Laurie Baker, lebte seit 1945 in Indien, Kerala, wo er über 60 Jahre die Baulandschaft prägte und von der Regierung, für seine Verdienste als Architekt, ausgezeichnet wurde.

Gute Nachrichten…..

… nicht nur für die Indien-Gruppe 2018

Es war heiß und es war anstrengend während der Indienreise im Februar 2018. Aber das Ergebnis der damals bearbeiteten Baustellen läßt sich sehen: z.B. hat der von euch abgetragene Steinhaufen in den Bereichen des alten boys hostels nun einer rutschfesten Pflasterung Platz gemacht und bietet den Besuchern – auch während der Monsunzeit – freien und sauberen Zugang zu der neuen Bibliothek und IT-Raum. Eines der Räume wurde mit Tischen und Bänken ausgestattet, so dass sich die Kinder, im gut temperierten Raum, zum Lesen zurückziehen können. Was sie auch tun. Wir kamen überraschend dort vorbei und wurden freundlich von der Aufsichtslehrerin und den Kindern begrüßt. Stolz zeigen sie uns die bereits bestückten Regale und die fertigen Räume.

Um den Eingangsbereich erreichen zu können, musste die durch starke Regenfälle verursachte Erosion ausgeglichen und dazu die Rampe ergänzt und befestigt werden. Anhand des neu hinzugefügten (noch helleren) Materials ist leicht ersichtlich, welche Wucht das Wasser entwickelt und mit welcher Kraft es die Erde Jahr für Jahr abgetragen hat. Das Gefälle wurde ausgeglichen die Mauer gesichert.

Um das weitere Abtragen der Erde zu vermeiden war eine andere Baustelle zuständig und auch hier läßt sich das Ergebnis unserer (nicht immer einfachen) Arbeit sehen.  Die Rückseite des Gebäudes und die gesamte Fläche bis zu dem Unterrichtspavillon wurde durch ‘unsere’ Mauer gesichert und die von uns begonnene Aufschüttung der Erde sind nun beendet. Auch die Stufen sind fertig gebaut. Die Kinder nutzen selbst die gesamte Fläche der Mauer – bis hin zu dem neuen boys hostel  – um Töpfe mit Ablegern und Blumen zu stellen. Damit legen sie später Beete an, die wiederum beitragen die Erde zu befestigen und lernen ganz nebenbei einiges über das Pflanzen und deren Wirkung.

Nun kann der Regen kommen und Wassertanks und Brunnen füllen!

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