Liebe Freunde und Mitglieder

wir hoffen, dass es Ihnen und Ihren Familien in diesen schwierigen Zeiten gut geht. Das  letzte Jahr war im Zeichen der Corona-Pandemie nicht einfach und hat unser Leben teilweise massiv beeinträchtigt. Die gesundheitlichen und finanziellen Folgen waren und sind auch in Deutschland erheblich. Ein Blick in das Ausland, insbesondere in die Länder, in denen unsere Projekte angesiedelt sind, zeigt aber eine noch dramatischere Situation.  Hier geht es oft schlicht um das Überleben der Kinder und ihrer Familien, die Versorgung mit Lebensmitteln und dem Nötigsten.

Wir möchten daher an Sie appellieren, sich aktiv um neue Spender und Vereinsmitglieder zu kümmern. Werben Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, damit wir gerade jetzt dort Hilfe leisten können, wo es bitter nötig ist. Vielleicht kommt bei Ihnen auch eine Extraspende unter dem Stichwort „Corona“ infrage. Auch kleine Zuwendungen können helfen, um das Überleben der von uns unterstützten Kinder sicherzustellen. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenbescheinigung für 2020 spätestens im Januar 2021.

Zum Schluss ein herzliches Dankeschön für Ihre Unterstützung!

Wir wünschen Ihnen trotz aller Einschränkungen eine ruhige und besinnliche Weihnachtszeit, frohe Festtage und ein gutes Neues Jahr.

Warum wir helfen!

Wie sehr, trotz aller Schwierigkeiten, den behinderten Kindern und Jugendlichen geholfen werden kann, zeigen einzelne Schicksale aus Sakhinettipalli, Indien.

Von der Straße geredet

Sechs Kinder, die von der Polizei aus den Fängen der Bettler-Mafia befreit werden konnten, wurden 2019 zum Campus gebracht. Durch die Familie und Betreuer liebevoll aufgenommen, haben sie sich in der Zwischenzeit gut eingelebt und gehen – für sie ein Geschenk – in die dortige Schule.

Ohne die Schule, hätten sie keine Zukunft

Satti und Siri Babu, beide taubstumm und ehemalige Schüler, arbeiten nun selbstständig als Zimmerleute. Varaprasad Kadali, ebenfalls taubstumm, hat eine Stelle in der örtlichen Kokosindustrie gefunden.

Ram Babu arbeitet als Computer-Operator; Karte Pavani, eine Vollwaise, die mit acht Jahren ins Camp kam und bis heute dort wohnt, macht z.Zt. eine Kindergärtnerin Ausbildung.

Unserer Überzeugung nach, ist die Schulbildung der einzige Weg das Schicksal dieser Kinder zu verändern. Helfen Sie mit. Sie können Wunder bewirken!

Not in Kathmandu

Unser Schulprojekt “Social Welfare Council” in Nepal, das sich um die schulische Ausbildung Kindern der Umgebung kümmert, hat mit voller Wucht die Auswirkungen des Corona Virus zu spüren bekommen. Errichtet wurde die Schule für Waisenkinder, die auf der Straße leben oder Eltern haben, die selbst völlig mittellos und verarmt sind. Die Schule lief gut bis…..Corona kam.

Durch das Wegbleiben der Touristen sind die Hoteleinnahmen, die zum Unterhalt der Schule beisteuern, vollends weggebrochen. Nun ist die Schule ausschließlich auf Spenden – unsere – angewiesen, möchte sie für die Basisernährung der Kinder mit ihren Familien weiterhin aufkommen und den dringend benötigten Schulbetrieb aufrecht erhalten.

Gemeinsam können wir helfen! Ohne Ihren Beitrag ist dies jedoch nicht möglich. Jeder Betrag ist willkommen. Treten Sie mit uns in Kontakt, wir beantworten gerne Ihre Fragen.

Jahresbericht 2020

Unsere Projekte im Überblick

Katmandu/Nepal

Unser Vereinsmitglied Rolf-Dieter Löw hatte letztes Jahr während eines Arbeitsaufenthaltes in Tandi die Gelegenheit, unser Schulprojekt in Sauraha zu besuchen. Zum damaligen Zeitpunkt hatte die Schule etwa 450 Schüler und 19 Lehrer. Danach gab es große Schwierigkeiten mit der Erweiterung der staatlichen Schullizenz auf 9 Schuljahre, die erst nach langer Diskussion und politischer Intervention erworben werden konnte. Zwischenzeitlich sind 610 Schüler eingeschrieben, von denen 30% kein Schulgeld bezahlen müssen. Anlässlich der Erweiterung der Schülerzahl und der Klassenzimmer um sechs weitere, die von uns teilfinanziert wurden, wurde die Schule in „Green Society Public School“ umbenannt. Außerdem wurden ein zweiter Schulbus und 80 Schulbänke angeschafft. Im September soll die Schülerzahl auf 650 ansteigen, vorausgesetzt die Corona-Pandemie macht keinen Strich durch die Rechnung. Zwischenzeitlich beschäftigt die Schule 34 Personen, deren Lohn seit fünf Monaten wegen der ausfallenden Schulgebühren nicht bezahlt werden konnte. Insgesamt stehen 21 000 Euro an Personalkosten aus. Um die Lehrer an der Schule zu halten, beabsichtigt der Träger 50% des Lohnes auszuzahlen. Insgesamt ist die Entwicklung der Schülerzahl sehr erfreulich, d.h. die Schule wird von der umliegenden Bevölkerung sehr wertgeschätzt. Um die Qualität zu verbessern, bedarf es einer Erweiterung der technischen Ausrüstung und Personalentwicklung. Aktuell besteht der Wunsch auf Beschaffung von Beamern, Laptops und Projektor-Screens. Ob dieser Wunsch in den nächsten Jahren überhaupt verwirklicht werden kann, ist wegen der Corona-Situation völlig unklar. Nach aktueller telefonischer Auskunft von unserem Freund Sher konnte den bedürftigen Schülern und Familien mit Lebensmittelspenden geholfen werden, um die schlimmste Not zu lindern. Weitere Spenden werden aber in Zukunft wieder notwendig sein, da die nepalesische Regierung erneut einen kompletten Lock-down angeordnet hat.          

Mitraniketan/Indien

Seit 2017 stellt unser Verein Geld zurück, um das alte Mädchenwohnheim in Mitraniketan renovieren zu können, von 2017 bis 2019 insgesamt € 18.000. Das wunderschöne und im traditionellen Kerala-Stil erbaute Haus soll erhalten, insbesondere auch das mit alten Ziegeln bedeckte Dach behutsam saniertwerden.Es sei noch einmal daran erinnert, für wen wir  diese umfangreiche Baumaßnahme durchführen und warum die Renovierung absolut notwendig ist.Zielgruppe sind 120 Mädchen aus den Tribalregionen im Hochland Keralas, die in Mitraniketan eine Schulausbildung erhalten. Mit Tribals sind die Ureinwohner Südindiens gemeint, die in Lehmhüttendörfern in äußerster Armut leben. Die Mädchen stammen häufig aus zerrütteten Familien. Kriterium für die Auswahl dieser Mädchen ist einzig die soziale Bedürftigkeit der Familien, nicht ihre Religionszugehörigkeit. Die Schule in Mitraniketan ist für die Mädchen deshalb so wichtig, weil sie ohne diese Einrichtung keinen Zugang zu Bildung hätten. Die weite Entfernung zu ihren Heimatdörfern macht es zwingend erforderlich, dass sie in Mitraniketan wohnen. Der Wohnraum in den Hostels der Kinder ist in Mitraniketan jedoch äußerst knapp bemessen und – dies galt für das alte Mädchenwohnheim – nicht mehr menschenwürdig, da Dach und Dachgestühl marode waren und sich auch die sanitären und elektrischen Anlagen in einem katastrophalen Zustand befanden.

Ende 2019 wurde mit der eigentlichen Renovierung begonnen. Leider erwiesen sich das Dachgestühl und die Dachpfannen des alten Wohnheims teilweise als so marode, dass zusätzlicher Handlungsbedarf in erheblichem Umfang notwendig wurde. Dachgestühl und Dach sind inzwischen fertiggestellt worden. Auch die  Installationsarbeiten (insbesondere Duschen und Toiletten) konnten zwischenzeitlich realisiert werden, wenn auch nur im Erdgeschoss. Der Plan, die Renovierung des alten Mädchenwohnheims im März 2020 abschließen zu können, erwies sich insgesamt als zu optimistisch. Gründe dafür bestanden auch darin, dass im Erdgeschoss Fenster, Türen und die dazugehörigen Rahmen ausgetauscht werden mussten, weil das Holz durch Holzwürmer, Insekten/Termiten und Feuchtigkeit (Monsun) von innen völlig instabil und verrottet war. Äußerlich war dieser Zustand zunächst in dieser Tragweite nicht zu erkennen gewesen. Außerdem mussten die Wände, Türen und Fenster der zu einem Hang weisenden Seite durch eine Schutzmauer vor dem Monsunregen geschützt werden. Das finanzielle Gesamtvolumen der bisherigen Baumaßnahmen hat sich aus den oben genannten Gründen (auch wegen der Inflation) auf € 26.000 erhöht. Die zusätzlichen Ausgaben konnten in 2020 über Spenden und Fördergelder, die für Mitraniketan bestimmt waren, aufgefangen werden. Der Innenausbau der 2. Etage konnte unter den gegebenen finanziellen Bedingungen nicht mehr realisiert werden und bleibt einer weiteren Baumaßnahme in 2021 vorbehalten. Abschließend bleibt anzumerken, dass Schüler, Schülerinnen, Eltern und Lehrer des Heisenberg-Gymnasiums Ende Februar 2020 (gerade noch rechtzeitig vor der Corona-Krise) bei der Sanierung des Mädchenwohnheims tatkräftig geholfen haben und auf diese Weise Kosten eingespart werden konnten.

Sakhinettipalli/Indien

Auch in diesem Jahr hatte unser Projekt mit vielfältigen Problemen zu kämpfen. So mussten gleich zwei größere Überflutungen überstanden werden, die wieder einige Zerstörungen sowie Abschwemmungen von Boden auf dem Gelände mit sich brachten. Die Häufigkeit dieser Ereignisse lässt auch auf den Klimawandel schließen, so dass leider auch in Zukunft weiter damit zu rechnen sein wird.

Die Corona-Pandemie hat auch in Sakhinettipalli große negative Auswirkungen. Es kam zeitweise zu einem völligen Lock-down und die Schule musste für die externen Schüler  für einige Zeit geschlossen werden. Zumindest die Kinder des Projekts konnten aber auf dem Campus weiter notdürftig unterrichtet werden. Die Auswirkungen der Pandemie auf die ganze Gegend sind katastrophal und verschärfen die Armut vor allem durch zunehmende Arbeitslosigkeit, was wiederum die Lage vieler Kinder verschlechtert. Auch die laufenden Kosten für den Erhalt des Projekts und die Versorgung unserer Schützlinge sind stark gestiegen. Hinzu kommt, dass man seitens der öffentlichen Verwaltung verpflichtet wurde, ein Zimmer für Pandemie-Patienten einzurichten und dazu entsprechendes medizinisches Material zur Verfügung zu stellen. Dies ist natürlich – auch abgesehen von Corona – eine sinnvolle Sache, belastet aber das Budget  im Moment noch zusätzlich.

Glücklicherweise sind die von uns in den letzten Jahren geförderten Projekte (siehe die letzten Jahresberichte) weitgehend abgeschlossen, sodass unsere Spenden für die neue medizinische Einrichtung und für die Versorgung der Kinder, solange die außergewöhnliche Notlage anhält, eingesetzt werden können.

Die Leiter des Projekts, Mr. Kim und Samuel Nathan, bedanken sich ausdrücklich für unsere Hilfe, die das weitere Bestehen von Waisenheim und Schule ermöglicht – und wir können nur mit großem Respekt anerkennen, was diese Familie für die Kinder schon seit vielen Jahren leistet.

Windhoek/Namibia

Das Projekt inmitten des Slums am Stadtrand von Windhoek nimmt Kinder aus schwierigen Verhältnissen auf, die aus verschiedenen Gründen keine reguläre Schulbildung erhalten. Den Kindern werden Grundkenntnisse wie Schreiben, Lesen und Rechnen vermittelt, mit dem Ziel, in eine reguläre Schule eingegliedert zu werden. 2018 wurde das Schulprojekt zum ersten Mal durch den Verein unterstützt. Damals wurden zwei der drei Klassen in einem Klassenzimmer gemeinsam unterrichtet. Mit 4000 Euro sollte ein neues Klassenzimmer aus einem alten  Container gebaut und mit Mobiliar ausgestattet werden, um bessere Lernbedingungen zu schaffen. Ende letzten Jahres erreichte uns der freudige Bericht der Schulleitung, dass der Bau erfolgreich abgeschlossen werden konnte und die Mittel ausgereicht haben. Leider konnte der geplante Besuch des Projektes aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Stattdessen gab es einen regen Austausch über Videochat, in dem die Projektleiterin, Frau Foibe Silvanus, noch mal ihren Dank ausgedrückt und über die neusten Ereignisse sowie weitere Unterstützungs-möglichkeiten berichtet hat: 

Die Anlieferung des Containers war für die Kinder ein großes Event, sie durften dabei helfen, ihn bunt anzumalen und auszustatten. Im letzten Schuljahr konnten dadurch bereits mehr Kinder aufgenommen und bessere Lernerfolge erzielt werden; 89 % der Schüler haben den Abschluss geschafft und konnten in die staatliche Schule eingegliedert werden. Neben den drei Schulklassen bietet das Projekt auch einen „Zufluchtsort“, psychologische Betreuung und Aufklärung für Kinder, die zuhause Gewalt und Missbrauch erfahren. Werden diese Kinder nicht früh genug aufgefangen und gebildet, werden sie in der Schule wenige Chancen haben. Deshalb besteht der Wunsch, einen weiteren Container für die Vorschulkinder zu beschaffen, was der Verein gerne ermöglichen möchte. Die Kosten dafür betragen ca. 3500 Euro. Im Gespräch tauschten wir uns auch über die aktuelle Situation aus. Die sehr strikten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Namibia haben in den Slums zu noch größeren Problemen geführt. Die Kinder leiden besonders, Mangelernährung und Gewalt nehmen zu, die Schule musste geschlossen bleiben. Die Projektmitarbeiter haben dennoch alles gegeben, um „ihr Viertel“, insbesondere ihre Schulkinder und deren Familien, in dieser schweren Zeit zu unterstützen, sei es durch Care-Pakete, die Installation von Gasherden oder Desinfektionsbrunnen. Ihr Engagement berührte uns tief. Daher wollen wir in dieser Situation mit 1000 Euro zusätzlich „Nothilfe“ leisten. Die diesjährige Unterstützung beläuft sich damit auf 4500 Euro. Sobald sich die Situation weltweit und in Namibia gebessert hat, soll das Projekt besucht werden. Aktuelle Bilder sowie weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Vereins sowie der Facebook-Seite des Projektes von Family of Hope Services: https://www.facebook.com/childreninneedinKatutura

Corona Hilfe in unseren Projekten

Nachricht unseres Ansprechpartners aus Indien/Mitraniketan: “Kerala people started coming from other parts of India & abroad. Selected of them will be quarantined in different Public institutions.

In Mitraniketan our Boys hostel has also given for the purpose (quarantine centre). It was disinfected by the Fire Force yesterday. But one room for one person…so we have sixteen  big rooms for sixteen persons. They will accommodate one in one room only.

We are also doing our work to prevent corona virus. — a) Producing cotton Mask & giving to village houses/women & Children. — b) distributing dry food (rice etc) to community kitchen. They will cook food & supply to 250 poor & Old people everyday until Lock down is over. we donated food/cooking materials for 7 days for 250 persons per day to the village commune president. — c) Creating awareness among people.”

So helfen die Armen den noch Bedürftigeren und sorgen dafür, dass das Virus sich nicht rasant in der Umgebung der Schule ausbreitet.

Ein Dank, der bewegt

Von der Leitung des Projektes in Indien/Sakhinetipalli kam der Dank, der uns nochmals vor Augen führt, wie auch mit kleiner, aber stetiger Hilfe Schicksale beeinflusst und Leben verändert werden können:

Anfang April dieses Jahres, mitten hinein in die Corona Krise, richtete der Leiter der dortigen Schule ein Dankes-Schreiben am Manfred und Marlene, das wir gerne hier allen verfügbar machen:

“Dear Manfred and Marlin – It was great pleasure to hear from you and thank you so much for your continuous support. Because of your tremendous support for last 20 years more than 500 unprivileged children were benefitted. Yes I can proudly say you brought a big difference in their lives. They were doing good in their lives and became a family person and (are) working as technical skilled persons, teachers, pastors, customer support workers, tailors, small business and…etc. Because of your numerous support they came to FFC Home, Sakhinetipalli and went to school and became productive to themselves and also having their own family.”

Unserer Dank geht natürlich an alle, die dazu beigetragen haben. Wir machen weiter und hoffen auf Ihre Unterstützung.

Jedes Haus braucht ein Dach…

und wir brauchen Ihre Hilfe!

Die diesjährige Schüler-, Eltern-, Lehrer-Gruppe des Heisenberg-Gymnasiums Karlsruhe/Ettlingen/Bruchsal reiste Mitte Februar nach Süd-Indien, um zu helfen, das in die Jahre gekommene Mädchenwohnheim zu renovieren. Das von Laurie Baker in den 50er. Jahren erbaute Gebäude gehört zu den ersten in Mitraniketan und weist den für Kerala typischen Baustil auf.

Die Gruppe machte sich an die Arbeit und erreichte erstaunliche und sichtbare Fortschritte. Klar wurde jedoch auch, dass ohne weitere Zuschüsse das ursprüngliche Ziegeldach und der Dachstuhl nicht zu erhalten sind.

Daher die heutige Bitte um Spenden für die abschließenden Dacharbeiten, die, so hoffen wir, rechtzeitig vor Eintreten des diesjährigen Monsuns beendet werden können.

Nutzen Sie bitte hierfür das hier angegebene Konto unter Angabe des Verwendungszwecks Girls Hostel. Jeder Betrag ist willkommen. Wir möchten uns dafür schon jetzt ganz herzlich bei Ihnen bedanken!

Sie erhalten über diese Seite auch alle Informationen über den Fortschritt der Bauarbeiten.

Jahresbericht 2019

Unsere Projekte im Überblick

Katmandu/Nepal

Die „Mountain View English School“ in Chitwan (in der Nähe von Katmandu), die wir wie in den Jahren zuvor mit 6000 Euro unterstützt haben, ist fertiggestellt und  voll in Betrieb. Inzwischen besuchen 350 Schüler die Klassen 1- 9, die von 21 Lehrern betreut werden. Auch dieses Jahr konnte sich Rolf Dieter Löw in den Monaten März und April davon überzeugen, dass die Schule gute Arbeit leistet, bei der Bevölkerung einen exzellenten Ruf hat und akzeptiert wird. Der vorgesehene Schulgarten konnte aus finanziellen Gründen noch nicht verwirklicht werden. Ende diesen Jahres bzw. Anfang nächsten Jahres ist eine Aufstockung des Schulgebäudes mit bis zu fünf Klassenzimmern zur Erweiterung der Klassenstufen vorgesehen, damit die derzeitigen Schüler keinen Schulwechsel mehr vor ihrem Schulabschluss  vornehmen müssen und neue gesetzliche Vorgaben wie die Klassenzimmergröße etc. eingehalten werden können. Probleme bereitet die finanzielle Ausstattung der Schule. Die laufenden Kosten wie das Gehalt der Lehrer, Unterrichtsmaterialien etc. können nur knapp oder teilweise mit den Schulgeldern bestritten werden. Das finanzielle Defizit wird von nepalesischen Organisationen und Privatleuten ausgeglichen. Mit der Erweiterung der Schule und  steigenden Schülerzahlen wird eine Konsolidierung der Kosten erwartet. Unser Ansprechpartner Shiri von der Nichtregierungsorganisation „Green Society“ konnte sich leider in den letzten Monaten nicht so einbringen wie gewohnt, da er im Oktober 2018 von einem Nashorn schwer verletzt wurde und mehrere Monate im Krankenhaus lag. Zwischenzeitlich konnte er aber sein Engagement für die Schule wieder aufnehmen. Wie sinnvoll eine finanzielle Unterstützung der Schule auch von „Augenzeugen“ gesehen wird, mögen mehrere Geld- und Sachspenden unter Beweis stellen, die Rolf Dieter Löw während seines Aufenthalts in Nepal von Touristen entgegennehmen durfte.

Mitraniketan/Indien

Die 18. Reise einer Gruppe des Heisenberg-Gymnasiums nach Mitraniketan hat im Februar 2019 stattgefunden. 31 Schülerinnen und Schüler, einige Eltern und Lehrer leisteten während ihres Aufenthalts praktische Entwicklungshilfe vor Ort. Ein wenig anders als in den Vorjahren – bedingt durch die Tatsache, dass die bisherigen Maßnahmen zur Wasserversorgung die schlimmsten Engpässe beseitigen konnten – wurde der Schwerpunkt der Aktivitäten auf die Instandsetzung und Erneuerung einiger Gebäude gesetzt. 

Da Mitraniketan neben der schulischen Bildung auch berufliche Fertigkeiten vermittelt, betreibt es  Werkstätten wie z.B. eine Schmiede oder eine Schreinerei. Die alten Backsteingebäude waren in die Jahre gekommen und eine tatkräftige Gruppe von Schülern, angeleitet durch die kompetente Aufsicht und Anleitung eines Vaters, riss das Dach der alten Schmiede sowie einige marode Mauern ab und half bei der Erneuerung der Dachkonstruktion mit. Parallel dazu wurden die alten Eisentore geschmirgelt und gestrichen.

Eine zweite Gruppe baute einen Zugangsweg zu dem neuen Boys Hostel. Das steile Gelände birgt die Gefahr, dass während der Monsunzeit große Wassermengen die Erde bis auf die harte und undurchlässige Lateritschicht wegspülen. Um dies zu verhindern, wurden zunächst Gräben zur Errichtung einer Schutzmauer auf beiden Seiten des Wegs ausgehoben, bevor die benötigten Granitsteine zur Baustelle per Muskelkraft transportiert wurden. Das eigentliche Mauerwerk wurde durch einen lokalen Maurer errichtet, der auch den Zugangsweg asphaltierte. Das Endergebnis konnte noch vor der Abreise der Gruppe besichtigt werden.

Eine dritte Schülergruppe, ausgestattet mit Malerutensilien und Abrisswerkzeugen, widmete sich einigen Räumen im Peoples College, vorgesehen für die Unterbringung der Mädchen, die dort eine berufliche Ausbildung absolvieren. Die Außenanlage musste zunächst gesäubert werden, ein alter und poröser Zementtank musste weichen, an dessen Stelle die künftigen Bewohnerinnen ihre Wäsche waschen können. Harte Arbeit mit einem sehenswerten Ergebnis! Die seit Jahren ungenutzten Räume wurden ausgemistet, hergerichtet und gestrichen. Praktisch und zentral gelegen ist ein neu gestalteter und gekachelter Raum mit Duschen und Toiletten. In Zukunft können dort wieder alle an der fachlichen Ausbildung teilnehmenden Mädchen untergebracht werden.

Neben diesen Renovierungsarbeiten besichtigte Uli Schmitz alle bisher vom Verein finanzierten Gebäude und Anlagen, erstellte – soweit erforderlich –  eine Mängelliste und besprach die  noch bevorstehende Renovierung des alten Girls Hostels. Erfreuliches Ergebnis für alle, die das Umfeld kennen: Es wird kein neues Gebäude mehr errichtet, sondern das alte, wunderschöne und im Kerala-Stil erbaute Haus erhalten. Die Bausubstanz ist besser als erwartet und kann durch einfühlsamen Einsatz modernen Materials kostengünstig restauriert werden. Die Finanzierung durch den Verein ist durch Rücklagen gesichert.

Sakhinettipalli/Indien

Nach den verheerenden Monsunniederschlägen des letzten Jahres, verursacht durch  tropische Wirbelstürme (Cyclone), mussten größere Beträge des ohnehin knapp bemessenen Budgets für Wiederinstandsetzungsarbeiten ausgegeben werden. Das Wasser hatte den Campus überflutet und Erde abgeschwemmt sowie Gebäude beschädigt. Dennoch konnten die meisten von uns geförderten Maßnahmen durchgeführt werden. Sehr wichtigwaren die Schutzmaßnahmen zur Sicherheit derKinder vor Übergriffen durch Banden von Kleinkriminellen, Bettlern und radikalisierten Hindugruppen, aber auch vor herumstreunenden halbwilden Hunden oder anderen Tieren. Eine Schutzmauer einschließlich eines massiven Eingangstores  umzieht nun das gesamte Projekt und bietet eine gewisse Sicherheit. Weitere von uns geförderte Ausgaben wurden u.a. getätigt für Gaskocher und Geschirr für die Küche,  eine Waschmaschine, eine Kühltruhe, die Fertigstellung des Heißwassersystems sowie eine zahnärztliche Untersuchung und ggf. Behandlung der Kinder. Hinzu kommen natürlich die laufende Versorgung der Kinder sowie der Unterhalt der Schule. Dies ist nur möglich durch den unermüdlichen Einsatz der Familie Nathan und ihre Spenden. 

Indien als Volkswirtschaft macht zwar große Fortschritte, es ist aber offensichtlich immer noch nicht möglich (aus vielerlei Gründen), die Armut in großen Landesteilen zu beseitigen. Daher ist unser/Ihr Engagement so wichtig. Es hilft konkret einzelnen  Menschen. Ein weiteres Beispiel, zitiert aus einem Brief der Familie Nathan,  soll dies verdeutlichen: „Letztes Jahr brachte ein Mann zwei Kinder aus dem nahegelegenen Distrikt zu uns. Er kannte unser Projekt durch einen Koch, der bei uns gearbeitet hatte. Diese zwei Kinder haben ihre Eltern verloren und kämpften auf der Straße um ihr Überleben. Sie waren, als sie zu uns kamen, in einer schrecklichen Verfassung. Sie lebten von Abfall. Manchmal fanden sie noch brauchbare Dinge und konnten sie verkaufen, um sich ab und an etwas zu essen leisten zu können. Sie schliefen meist an den Eisenbahnschienen in der Nähe eines Shopping Centers. Seit Thupakula und Pravar hier sind, hat sich ihr Leben komplett geändert. Sie sind sehr glücklich in unserem Haus, werden gut versorgt und gehen  hier zur Schule.“

Windhoek/Namibia

Einst deutsche Kolonie, bis 1990 unter der Herrschaft des südafrikanischen Apartheid-Systems, ist Namibia heute zwar eines der wohlhabendsten Länder Afrikas, aber auch das mit den größten Einkommens- und Bildungsunterschieden. Ca. 20 % der namibischen Kinder sind verwaist und fast ebenso viele, trotz des gut etablierten Schulsystems, ohne Schulbildung. Das Schul- und Sozialprojekt „Family of Hope Services“, 2003 von einer botswanischen Sozialarbeiterin gegründet, möchte diesen Ungleichheiten mit einem innovativen Konzept entgegenwirken. Mit einer vielseitigen Sozialarbeit, wie der Hilfe bei Behördengängen oder der Trauma-Behandlung, liegt der Schwerpunkt des Projektes auf der (Wieder-)Eingliederung der Jugendlichen in Schule und alltägliches Leben. Das Herzstück ist die kleine, aus Containern zusammengezimmerte Schule in Katutura, einer informellen Siedlung am Rande Windhoeks. Die Schule nimmt kostenlos Kinder auf, die nicht lesen und rechnen können und/oder Konzentrationsschwierigkeiten durch Erkrankung, Unterernährung oder Traumata haben. Ziel ist es, dass jedes Kind nach drei Jahren (wieder) eine staatliche Schule besuchen kann. Die bisher eingerichteten drei Klassen wurden auf Grund eines Umzuges in zwei Klassenräumen unterrichtet, was den Lernerfolg sehr erschwerte. Mittel wurden daher dringend für den Bau eines dritten Klassenzimmers (40.000 ND), für die entsprechende Einrichtung sowie für neue Schulbücher (16.000 ND) benötigt. „Zukunft für Kinder“ hat dieses Vorhaben mit 4.000 Euro unterstützt. Der Kontakt entstand über einen Namibia-Aufenthalt eines Vereinsmitgliedes, woraus sich ein anschließendes Volontariat an der Schule sowie eine gute Beziehung zu den einheimischen Lehrer  n und der Leiterin Foibe Silvanus ergeben hat. Eine Fortführung unseres Engagements für dieses Projekt hängt allerdings von der künftigen Zusammenarbeit ab. Insbesondere müssen Projektanträge bzw. -vorschläge, Kostenpläne sowie entsprechende Nachweise (Fotos) und Rechnungen zeitnah geschickt werden.

Siemens-Werk Karlsruhe spendet an gemeinnützige Organisationen

Das Siemens-Werk in Karlsruhe hat sich in den letzten zwei Jahren von Grund auf verändert – bei laufendem Betrieb und innerhalb der bestehenden Werkshallen. Ein Veränderungsprozess, der sich sehen lässt und der ohne die außergewöhnliche Unterstützung und Mitarbeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Als Anerkennung stellte die Werksleitung der Belegschaft 15.000 Euro zur Verfügung. Die Belegschaft sollte selbst entscheiden, wofür das Geld eingesetzt wird. Eine Abstimmung unter den Mitarbeitenden ergab: Die 15.000 Euro sollen für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. In einer zweiten Runde haben die Mitarbeitenden abgestimmt, welche Organisationen die Spende erhalten sollen.

Fünf gemeinnützige Institutionen aus der Technologie-Region Karlsruhe erhalten nun eine Spende und dazu gehörte auch die UNESCO-Partner-schule Heisenberg-Gymnasium, als willkommener Beitrag Mitraniketans altes girls hostel zu sanieren.

Unser herzlicher Dank geht an Siemens und deren Belegschaft

Laurie Baker in Mitraniketan

Wer war Laurie Baker … und warum interessiert er uns heute? Weil der im März 1917 in England geborene und 2007 in Trivandrum verstorbene Architekt Laurence (Laurie) Wilfred Baker Mitraniketan über Jahrzehnte mit seiner wunderschönen “low cost” Bauweise entscheidend prägte und es nun an uns liegt, dieses Erbe zu erhalten.

Im Februar 2020, mit dem dann stattfindenden Schüler-Besuch, bemühen wir uns um das nun in die Jahre gekommene girls hostel, das einer gründlichen Renovierung bedarf. Die gute und uns froh stimmende Nachricht ist: das Gebäude bleibt erhalten und muss lediglich umfassend saniert werden.

Wer war Laurie Baker? Laurie Baker beendete 1937 das Architektur-studium in Birmingham. Während des Zweiten Weltkrieges diente er im freiwilligen Rettungsdienst, und wurde u.a. neben China und Burma nach Indien, auf eine Lepra-Krankenstation versetzt.  Die dort vorgefundenen menschenunwürdigen Heime, in denen die Kranken untergebracht waren, und sein Studium veranlassten ihn bald, sich dem Umbau und der Erneuerung des Umfeldes zu widmen. Allerdings musste er sehr schnell begreifen, dass seine akademische Ausbildung nicht zur Lösung der hier vorgefundenen Probleme beitragen würde. Materialien, Witterung, Monsun, Insektenbefall waren nun seine Herausforderungen. Laurie Baker erkannt das Problem und begann sich mit den Bauweisen der einheimischen, indischen Architektur zu befassen und konzentrierte sich auf das Wissen der lokalen Bauherren.

Es dauerte nicht lange bis er seinen eigenen Stil gefunden hatte. Anders als seine Zeitgenossen, richtete Baker die Bauwerke extrem nach dem Nutzen und den zukünftigen Bewohnern, nach Kosten und nach der Struktur des vorgefundenen Geländes aus. Ohne jedoch Funktionalität (Lüftung, Raumnutzung, Licht) und Ästhetik außer Acht zu lassen. Das Ergebnis können wir an allen unter der Leitung von Mr. Viswanathan gebauten Gebäuden in Mitraniketan bestaunen. “Low cost building heißt es auch hier, was Mitraniketan und allen seinen Einheiten einen freundlichen und einladenden Charakter verleiht.

Laurie Baker, lebte seit 1945 in Indien, Kerala, wo er über 60 Jahre die Baulandschaft prägte und von der Regierung, für seine Verdienste als Architekt, ausgezeichnet wurde.

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