Weihnachtsbrief 2019

Liebe Freunde und Mitglieder, 

schon wieder ist ein turbulentes Jahr (fast) vorbei und wir wenden uns an Sie, um uns ganz herzlich bei Ihnen zu bedanken. Ihre Spenden haben vielen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, einen Kindergarten, eine Schule oder eine Ausbildungsstätte zu besuchen.  

Immer wieder kommen aber neue Aufgaben auf unseren Verein zu, die es in Absprache mit der jeweiligen Projektleitung zu bewältigen gilt: etwa die Renovierung des alten Mädchenwohnheims in Mitraniketan, die Ausstattung der Schule für behinderte Kinder und Jugendliche in Sakhinettipalli, die Aufstockung des neuen Schulgebäudes in Katmandu oder die Finanzierung eines Containers als Klassenzimmer. All diese Projekte sollen gestartet oder fortgesetzt werden.

Dafür brauchen wir weiterhin Ihre Unterstützung. Wir  möchten Sie deshalb ganz herzlich um eine Spende für unsere Projekte bitten. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenbescheinigung für 2019 spätestens im Januar 2020.

Eine ruhige und besinnliche Vorweihnachtszeit, frohe Festtage und ein gutes neues Jahr wünschen Ihnen

Ulrich Schmitz , Manfred Schumacher , Dr. Bernhard Walter 

Sich bewegen heisst auch bewegende Momente erleben

Dr. Rolf-Dieter Löw kann vieles dazu sagen und gibt uns einen Einblick in die in Tansania kürzlich gemachten Erfahrungen. Lesen Sie hier

Spendenaktion gestartet

Mit Freunden hat Rolf-Dieter Löw inzwischen zudem eine Spendenaktion für das St. Benedikt’s Hospital gestartet. „Damit zumindest die stationär aufgenommenen Kinder kostenfrei behandelt werden können. Und ihre Familien wegen der hohen Krankheitskosten nicht noch weiter verarmen“.

Gute Nachrichten…..

… nicht nur für die Indien-Gruppe 2018

Es war heiß und es war anstrengend während der Indienreise im Februar 2018. Aber das Ergebnis der damals bearbeiteten Baustellen läßt sich sehen: z.B. hat der von euch abgetragene Steinhaufen in den Bereichen des alten boys hostels nun einer rutschfesten Pflasterung Platz gemacht und bietet den Besuchern – auch während der Monsunzeit – freien und sauberen Zugang zu der neuen Bibliothek und IT-Raum. Eines der Räume wurde mit Tischen und Bänken ausgestattet, so dass sich die Kinder, im gut temperierten Raum, zum Lesen zurückziehen können. Was sie auch tun. Wir kamen überraschend dort vorbei und wurden freundlich von der Aufsichtslehrerin und den Kindern begrüßt. Stolz zeigen sie uns die bereits bestückten Regale und die fertigen Räume.

Um den Eingangsbereich erreichen zu können, musste die durch starke Regenfälle verursachte Erosion ausgeglichen und dazu die Rampe ergänzt und befestigt werden. Anhand des neu hinzugefügten (noch helleren) Materials ist leicht ersichtlich, welche Wucht das Wasser entwickelt und mit welcher Kraft es die Erde Jahr für Jahr abgetragen hat. Das Gefälle wurde ausgeglichen die Mauer gesichert.

Um das weitere Abtragen der Erde zu vermeiden war eine andere Baustelle zuständig und auch hier läßt sich das Ergebnis unserer (nicht immer einfachen) Arbeit sehen.  

Die Rückseite des Gebäudes und die gesamte Fläche bis zu dem Unterrichtspavillon wurde durch ‚unsere‘ Mauer gesichert und die von uns begonnene Aufschüttung der Erde sind nun beendet. Auch die Stufen sind fertig gebaut. Die Kinder nutzen selbst die gesamte Fläche der Mauer – bis hin zu dem neuen boys hostel  – um Töpfe mit Ablegern und Blumen zu stellen. Damit legen sie später Beete an, die wiederum beitragen die Erde zu befestigen und lernen ganz nebenbei einiges über das Pflanzen und deren Wirkung.

Nun kann der Regen kommen und Wassertanks und Brunnen füllen!

 

Worte der Erinnerung und des Abschieds

Es ist uns ein Herzensanliegen, denn Hans-Jörg Lindenberger war nicht nur Mitglied des Vereins, sondern für viele von uns auch ein sehr guter Freund.  Sein unstillbares Interesse an unendlich vielen Themen, die er gründlich studierte, erstreckte sich auch auf die Projekte des Vereins „Zukunft für Kinder“. So packte er öfters die Koffer und machte sich auf die Reise, um sich vor Ort eine eigene Meinung zu Land und Leuten, den von uns betreuten Projekten, zu bilden. Sein lebendiger Geist und scharfer Verstand hat nicht nur jede Vereinssitzung, sondern jede Unterhaltung bereichert. Sein prüfender Blick in die Vereinsbücher waren eine wertvolle Stütze für unsere Arbeit. Für uns plötzlich und unerwartet kam am 2. Mai sein Tod. Wir werden Hans-Jörg vermissen und sein ganz eigener Humor wird uns fehlen.

 

Kleine Geschichte über ein großes Glück

In einer kürzlich geführten Korrespondenz erwähnte der Leiter des Projektes Sakhinettipalli, folgendes Erlebnis aus seinem Alltag:

Letztes Jahr brachte ein Mann zwei Kinder aus dem nahegelegen Distrikt zu uns. Er kannte unser Projekt durch einen Koch, der bei uns gearbeitet hatte. Diese zwei Kinder haben ihre Eltern verloren und kämpften auf der Straße um ihr Überleben. Sie waren, als sie zu uns kamen, in einer schrecklichen Verfassung. Sie lebten vom Abfall. Manchmal fanden sie noch brauchbare Dinge und konnten sie verkaufen um sich ab und an etwas Essen kaufen zu können. Sie schliefen meist an den Eisenbahnschienen in der Nähe eines Shopping Centers. Seit Thupakula und Pravar hier sind, hat sich ihr Leben komplett geändert. Sie sind sehr glücklich in unserem FFC-Home und gehen seitdem sogar hier zur Schule…“.   

Es ist uns als Verein daher ein großes Anliegen diese, und weitere, Initiativen zu unterstützen. Diesmal waren es nur zwei Kinder, die von der Straße weg kamen. Für uns sind es hingegen NOCH zwei, die einer besseren Zukunft entgegen schauen.

Daher machen wir immer weiter!

Weiterlesen, hier geht es zum Projekt

Schülergruppe kehrt nach getaner Arbeit aus Indien zurück

Der Schulalltag hat Schüler und Lehrer/innen des Heisenberg Gymnasiums zurück. Während des Aufenthaltes in Mitraniketan, Partnerschule in Kerala, die nun jedes Jahr durch eine Gruppe des HBG Karlsruhe besucht wird, haben die Teilnehmer zum einen die Renovierungsarbeiten an den Unterkünften der Schülerinnen des People’s College maßgeblich vorangetrieben, zum anderen, durch Abgrenzungsmauern beim Zuweg                     , zum boys hostel, den bevorstehenden Monsun-Wassermengen, Einheit geboten, sowie dringend notwendige Abriss-, Aufbau- und Malerarbeiten bei den Handwerks- Ausbildungswerkstätten durchgeführt.                                                                  

Trotz Hitze und Anstrengung gab die Gruppe ihr Bestes und konnte dadurch sehr viel erreichen. Im Vordergrund steht jedoch auch, dass alle – so verlautete es aus der Gruppe – sehr lange noch von den persönlichen Erfahrungen und Eindrücken zehren werden.

„Education is mother and father to all development“

Sakhinettipalli / Andra Pradesh – Eines der, oder sogar DAS, beeindruckenste Projekt, das wir zur Zeit mit Ihrer Hilfe unterstützen.

Ohne den Einsatz und der Fürsorge der Familie Nathan hätten die behinderten Kinder und Waisen in Sakhinettipalli nicht die geringste (Über)Lebenschance. Die Hilflosigkeit der Eltern, mit den Behinderungen ihrer Kinder umzugehen und die fehlende Möglichkeit sie zu unterstützen, bringt die betroffenen Familien oft zu der drastischen Lösung, diese Kinder Zuhause zu verstecken und diese ‚Schande‘ vor der Öffentlichkeit fern zu halten.  Hier setzt die unglaublich liebevolle Arbeit von Reverend Samuel und seinem Team ein. Er holt die Kinder zu sich, gibt ihnen ein Zuhause, Zuwendung und Pflege, Schule und bildet sie, ihren handwerklichen Fertig- und Möglichkeiten entsprechend, aus. 
Im Gespräch mit Manfred und Marlene, direkte Betreuer des Projektes für den Verein ZfK, wird erst die Dimension der dort geleisteten Arbeit so richtig bewusst. Berichte über ihre Reisen in das Projekt begegnen wir mit viel Demut und einem uneingeschränkten Wille zu helfen, um diesen Kindern und Jugendlichen eine Zukunft zu geben.

Ein neues Projekt gibt Kindern neue Hoffnungen!

  

Family of Hope Services – Windhuk-Katutura/Namibia
Dieses Projekt wird von unserem Vereinsmitglied Teresa, die selbst schon längere Zeit in  Windhuk-Katutura/Namibia mitgearbeitet hat und sehr beeindruckt von den dortigen Mitarbeitern und den erzielten Erfolgen war, vorgestellt und betreut.

Es handelt sich dabei um eine Schule mitten im dortigen Slum. Unter schwierigsten Bedingungen wird dort den Kindern nicht nur eine elementare Schulbildung vermittelt, sondern auch Hilfe in allen möglichen Bereichen geleistet. Da es besonders an allen möglichen Schulmaterialien zur Zeit mangelt, setzen wir unsere Unterstützung hier an. Teresa wird das Projekt für uns in Zukunft intensiv betreuen und auch in gewissen Abständen wieder nach Namibia reisen, die Kontakte pflegen und natürlich vor Ort das Projekt besuchen und uns über die fortschreitenden Entwicklungen berichten. So wäre eine enge Begleitung vor Ort gewährleistet.

Das Bedürfnis den dortigen Kindern eine bessere Perspektive zu verschaffen ergibt sich alleine durch die Geschichte dieses Stadtteils von Windhuk. Der Name dieses Gebietes wurde damals während der Umsiedelung der schwarzen Bevölkerung vergeben und  bedeutet in etwa „der Ort, an dem wir nicht leben möchten“. Sprich für sich, denken wir und versuchen – wie bereits einige andere Initiativen vor Ort – dem ein wenig entgegen zu wirken.

  

 

Intensive Erlebnisse; reiche Erfahrungen


Für die diesjährige Indienreisende ging die Zeit wie im Fluge vorbei. Zurück im Alltag bleiben die Erfahrungen, die die Schüler und Schülerin in Gesprächen mit ihren Mitschülern teilen. Die Gruppe konnte die in der Zwischenzeit fertiggestellten Bauarbeiten der Vorgänger sichten und ihre eigenen Beitrag zur Verbesserung der Wasserversorgung in harter Arbeit duchführen.