Durchhalten und weiter machen…

 … solange bis die Schule eingeweiht werden kann.    

Social Welfare Council/Kathmandu
Nach Überwindung einiger Schwierigkeiten (siehe letzter Bericht) gibt es nun überaus positive Nachrichten über das von uns mit unterstützte Projekt in Nepal. Die Schule ist mittlerweile so weit fertiggestellt, dass geregelter Unterricht in 9 Klassen mit insgesamt 340 Schülern stattfindet. Die Schüler kommen aus allen sozialen Schichten. Es ist somit, und darauf wird Wert gelegt, eine kastenfreie Schule, bei der ca. 80 Schüler aus sehr armen Verhältnissen, ohne Schulgeld zahlen zu müssen, am Unterricht teilnehmen können. Neben Dr. Löw haben inzwischen weitere Vereinsmitglieder das Projekt besucht und waren sehr beeindruckt v.a. auch über das Engagement der jungen Lehrern, die überaus gute Qualifikationen haben. Ein weiterer Ausbau der Schule ist geplant und der schon jetzt laufende Schulalltag zeigt uns… es hat sich gelohnt!
    

 

Von Wasserspeichern und einer Zitronenbatterie

Schülergruppe der drei Heisenberg-Gymnasien führen Experimente an der indischen Partnerschule durch

Auch im Februar 2018 reisten Schülerinnen und Schüler der Heisenberg-Gymnasien Bruchsal, Karlsruhe und Ettlingen nach Mitraniketan in Kerala/Indien, um das Leben der dortigen Schulgemeinschaft 14 Tage lang vor Ort zu erleben. Neben den Renovierungsarbeiten an den Wohnheimen der indischen Schüler und der Mithilfe am Bau der Wasserspeicherkonzepte veranstalten die Gastschüler aus Deutschland auch gemeinsame  Spieltage, den „Games Day“, ein Fußballspiel und zum Abschluss des Aufenthaltes eine Kulturveranstaltung.

Dieses Mal hatten sich die Schüler aber etwas Besonderes vorgenommen. Seit dem letzten Jahr gibt es in Mitraniketan  ein „Experimentarium“. Dieser Raum wurde gemeinsam mit Unterstützung aus Deutschland und Dänemark erschaffen und eingerichtet. Bisher standen aber noch keine Experimente, die die Schüler selbst durchführen könnten, zur Verfügung.
Gemeinsam mit Schülern des indischen Science Clubs wurde nun der Anfang zu einem Experimentalunterricht in Mitra gemacht. Sechs deutsche und sechs indische Schülerinnen und Schüler erfreuten sich zusammen mit Lehrerin Vera Honert eine Stunde lang an einfachen naturwissenschaftlichen Experimenten, die von der deutschen Gruppe zuvor vorbereitet worden waren.

Das Highlight bildete dabei die Zitronenbatterie mit einem Messgerät, an dem man die erzeugte Spannung und Stromstärke ablesen konnte. In diesem Zusammenhang erfuhren wir, dass die indischen Schüler die Theorie perfekt beherrschen jedoch wenig Möglichkeiten haben, in der Praxis Experimente nachzubauen und zu erleben. Das könnte sich nun ändern, indem in Zukunft im „ Experimentarium“ nicht nur Plakate mit Beschreibungen aufgehängt, sondern auch Versuche zum Experimentieren aufgebaut werden.

Die Zitronenbatterie soll hier den Anfang bilden, weitere Experimentiermodule werden folgen. Das zumindest haben sich die deutschen Gastschüler fest vorgenommen. Damit die Zeit bis zum nächsten Jahr aber nicht zu lang wird, sind NWT-Unterrichtsstunden per Skype in Planung.

 

Intensive Erlebnisse; reiche Erfahrungen


Für die diesjährige Indienreisende ging die Zeit wie im Fluge vorbei. Zurück im Alltag bleiben die Erfahrungen, die die Schüler und Schülerin in Gesprächen mit ihren Mitschülern teilen. Die Gruppe konnte die in der Zwischenzeit fertiggestellten Bauarbeiten der Vorgänger sichten und ihre eigenen Beitrag zur Verbesserung der Wasserversorgung in harter Arbeit duchführen.

 

Wir haben es geschafft!

… oder besser gesagt, dank des Nicht-Aufgebens und des starken Einsatzes von U.Schmitz und K.Weber, ist der Antrag für den Ausbau des OG des ‚girl hostels‘ in Mitraniketan (Indien) vom BMZ angenommen, geprüft und…. genehmigt!!! worden. Nach fast drei Jahren nach Fertigstellung des Erdgeschosses, kann nun weitergebaut werden, um den Mädchen eine bessere Unterkunft zu ermöglichen.

Die Mensa steht, die Schule wächst

Seit dem letzten Besuch der Fam. Schumachen hat sich in unserem Projekt viel getan. Das von ZfK mitfinanzierte Schulgebäude ist inzwischen weitgehend fertiggestellt. Im Erdgeschoss wurde neben den Klassenzimmern eine Mensa eingerichtet, im Obergeschoss vier weitere Klassenräume. Die Schule läuft nun schon seit über zwei Jahren und allmählich kommen auch immer mehr Anmeldungen von außerhalb, so dass auch erste Einnahmen zu verzeichnen sind. Ein Hauptproblem ist und bleibt auf absehbare Zeit die Bezahlung der Lehrkräfte. Glücklicherweise können sowohl der Leiter des Projekts Kim Nathan als auch seine Frau selbst unterrichten – das entschärft das Problem, genügt aber nicht. Kim äußert jedoch die Hoffnung, dass in Zukunft noch mehr externe Kinder die Schule besuchen werden, so dass sich eine gewisse finanzielle Selbstständigkeit einstellen wird. Ein besonders freudiges Ereignis ist, dass zwei der jungen Männer – beide leiden an Kinderlähmung und sind stark gehbehindert – heiraten konnten. Der eine hat darüber hinaus eine Arbeit als Verwaltungsgehilfe in einem Hospital gefunden. Er kann aufgrund von PC-Kursen, die im Campus abgehalten werden, mit Computern umgehen. Der andere arbeitet als Betreuer für die Kinder im Campus. Insgesamt leben ca. 50 Kinder im Projekt, was die sehr erfreuliche Entwicklung in Sakhinettipalli anschaulich zeigt.

Eine große Nation verabschiedet einen großen Mann

Sein Handeln wurde nicht nur bei den Kindern, die nun seit Generationen an seinem Traum ‚Bildung für alle‘ teilhaben durften, sondern auch im ganzen Land geschätzt.

Die Trauerfeier begann in seiner engsten Umgebung in der kleinen Stadt Vellanad und erstreckte sich bis zu hohen Ämtern von Kultur und Politik. Seine Einstellung zu Bildung für alle und die Notwendigkeit jedem die Chance einer selbstbestimmten Zukunft zu geben hat auch in anderen Teilen Indiens Beachtung gefunden. Das Schicksal der Mädchen, die in seiner Schule in Mitraniketan zahlreich Platz und Bildung finden, lagen ihm besonders am Herzen.

Der ewige Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt

Für den, der geboren ist, ist der Tod sicher, für den der stirbt, ist die Geburt sicher„.     Und so ist es tröstlich zu wissen, dass unser Freund, Gründer und Leiter der Schule Mitraniketan in Südindien, Mr Viswanathan, sein höchstes Ziel erreicht hat.

Mit seinen bemerkenswerten Taten wurde er nicht nur hier wie dort in Indien geschätzt und verehrt, sondern erreichte in seinem Glauben nun den vollkommenen Frieden.

Wir verabschieden uns in Trauer, da des Bewustseins der Endlichkeit,  und in großer Dankbarkeit durch die lange Freundschaft, die uns mit diesem weisen Mann verbunden hat.

Jeder Tropfen Wasser zählt

      Im Februar 2014 besuchte eine Gruppe von Schülern, Eltern und Lehrern des Heisenberg-Gymnasiums Karlsruhe zum zwölften Mal unser Projekt in Mitraniketan und leistete praktische Entwicklungshilfe vor Ort. Durch den wiederholt kurzen und schwach ausgeprägten Monsun hat sich in den vergangenen Jahren das Problem der Wasserknappheit verstärkt. In den vorhandenen Wasserbecken und Tanks konnte nicht mehr genügend Trink- und Brauchwasser gesammelt werden. Teilweise musste schon Trinkwasser zugekauft werden. Die Arbeiten der diesjährigen Gruppe konzentrierten sich deshalb auf den Aufbau von Wassertanks (Sammeln des Regenwassers von den Dächern) und den Bau von Natursteinmauern zur Terrassierung des Geländes, um das knappe Regenwasser zu halten. Auch der im vergangenen Jahr begonnene Aushub eines Tiefbrunnens wurde zwischenzeitlich fertiggestellt.

80 Kinder auf einem Schlag! Ein neues Projekt

Katmandu/Nepal – mehr als nur Schule

Die geplante Schule wird auf einem Grundstück errichtet, das von unseren Ansprechpartnern vor Ort erworben wurde. Das Grundstück hat eine Größe von über 10.000 m² und liegt in enger Nachbarschaft zum Busbahnhof Sauraha Chitwan. Für die Errichtung des ersten Bauabschnitts der Schule werden etwa 40.000 Euro benötigt. Am Anfang sollen 80-100 Kinder (6-10 Jahre) aufgenommen werden. Wenn für 100 Kinder Schulgeld entrichtet wird, können 40 Kinder zusätzlich aufgenommen werden, deren Eltern kein Schulgeld bezahlen können. Für die Aufnahme dieser Kinder aus neun umliegenden Dörfern gelten folgende Kriterien: Obdachlosigkeit der Familie und/oder Verlust der Eltern. Mit dem Bau der Schule wurde nach Überprüfung der Baupläne und Statik auf Erdbebensicherheit durch ein Karlsruher Ingenieurbüro im Februar 2014 begonnen. Die sehr aufwändigen Erdaushubarbeiten und die Fundamente sind fertiggestellt.