Protokoll Jahresversammlung 2017

Protokoll der Mitgliederversammlung des Vereins „Zukunft für Kinder“ am 24.04.2017   –  (Ort: Schnetzlerstr. 2, 76137 Karlsruhe; Protokollantin: Clara Hösle)

TOP 1    Eröffnung und Feststellung der Beschlussfähigkeit   –   Die Mitgliederversammlung (erschienen waren 7 Mitglieder) wurde um 19.15 Uhr eröffnet.  Die Mitgliederversammlung wurde fristgemäß einberufen, die Tagesordnung mitgeteilt. Gegen die Form und die Frist der Einladung wurden keine Einwände erhoben. Die Beschlussfähigkeit wurde festgestellt.

TOP 2    Bericht des Kassenwarts   –   Uli Schmitz legte den Finanzbericht 2016 vor. Die Gesamteinnahmen betrugen in 2016 € 22.529,06 . Die Ausgaben beliefen sich auf € 34.716,17, davon € 511,16 Verwaltungskosten. Der Kontostand am 31.12.2016 beläuft sich auf € 43.341,75 .

TOP 3     Bericht des Kassenprüfers   –   Hans-Jörg Lindenberger hat am 24.04.2016 die Kasse geprüft. Nach Einsicht in Kassenbücher und Kontoauszüge stellt Herr Lindenberger die ordnungsgemäße Führung der Kasse fest und beantragt die Entlastung des Kassenführers und des gesamten Vorstandes.

TOP 4     Entlastung   –   Vorstand und Kassenwart wurden mit 7 Ja-Stimmen (bei der Entlastung des Kassenführers mit einer Enthaltung)  entlastet.

TOP 5     Berichte über unsere Projekte und deren Weiterführung:

a) Social Welfare Council/Katmandu   –  Es wird beschlossen, die beantragten Gelder in Höhe von € 6.000 nur unter der Voraussetzung der Zusendung detaillierter Anträge und  der Verpflichtung zur Einreichung entsprechender Nachweise zu genehmigen.

b) Sakhinettipalli/Andra Pradesh   –   Das von einer Freikirche geführte Waisenheim kümmert sich aktuell um 30 Kinder. Die Liste von Wünschen beinhaltet verschiedene Bereiche, deren Umsetzung €10.000 nötig machen würden. Die Mitliederversammlung beschließt, einen Betrag von € 8000 zu bewilligen (Prioritätenliste).

c) Baham/ Kamerun   –  Es wird beschlossen, momentan keine Förderung zu geben, da die aktuelle Informationsbasis dafür nicht ausreichend ist. Eine persönliche Begegnung mit einer Kontaktperson wäre notwendig, ebenso ein Ansprechpartner vor Ort (Anne Brockhaus, Frau Hunneke?). Dadurch soll eine bessere Vorstellung der Projekte erzielt und nachvollzogen werden können, wohin das Geld fließt.

d) Mitraniketan/Kerala   –   Der letzte Besuch hat im Februar 2017 stattgefunden. Die von uns in den letzten Jahren finanzierten Projekte sind in gutem Zustand, insbesondere auch das neue Mädchenwohnheim, in dem nun bis zur Renovierung des alten Girls Hostels alle Mädchen (weit über 100) wohnen. Die Projektleitung in Mitraniketan möchte möglichst noch in 2017 das alte Mädchenwohnheim und zum anderen die Unterkünfte im Peoples College (eine „Volkshochschule“ für die berufliche Ausbildung) sanieren bzw. renovieren. Die Gesamtsumme wird auf etwa € 100.000,– geschätzt und könnte  nur über einen weiteren Antrag an das Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) finanziert werden.  Der Anteil des Vereins „Zukunft für Kinder“ würde 25 Prozent (= € 25.000,–) betragen. Nach Diskussion wird beschlossen, die Renovierung des alten Mädchenwohnheims (ca. € 50.000,–) zu priorisieren und  über  das BMZ für 2018 zu beantragen. Für dieses Projekt werden in 2017 € 7.500,– zurückgelegt.

TOP 6   Verschiedenes:

a) Jahresbericht   –  Die Berichte sollen bis zum 1. Juni bei Uli Schmitz per E-Mail eingehen. Verantwortlich für das Anschreiben und den Bericht über „Sakhinettipalli“ ist M. Schumacher, für den Bericht „Nepal“ Bernhard Walter sowie für den Bericht „Mitraniketan“ U. Schmitz.

b) Flyer   –   Der Vorschlag, in Zukunft einen Flyer zu erstellen, wird einstimmig angenommen. Über das genaue Konzept und die Kosten muss noch entschieden werden.

c) Homepage   –   Die Kosten für die Verwaltung werden von einem anonymen Spender übernommen. Für die Aktualisierung sorgt Erika Vogt, die auch um weitere Berichte bittet, auch Facebook als Werbeträger und Kontaktplattform für sinnvoll erachtet.

d) Nachwuchs   –  Die Versammlung ist sich einig, dass vermehrt um Nachwuchs geworben werden muss. Entsprechend sollen bei der nächsten Mitgliederversammlung gezielt jüngere Interessenten eingeladen werden.

e) Geldanlage   –  Auf eine Auflösung des Sparbuches wird trotz der geringen Zinsen verzichtet. Es ist darauf zu achten, dass der Freistellungsantrag regelmäßig (d.h. alle drei Jahre) erstellt und der Postbank zugeschickt wird. Da der Freistellungsbescheid am 24.06.2016 zugeteilt wurde, ist er erst wieder 2019 zu machen.

                                                                         Protokoll erstellt am 25.04.17

Protokoll Jahresversammlung 2016

Protokoll der Mitgliederversammlung

Des Vereins „Zukunft für Kinder“ e.V. am 9. 5.2016

Die Mitgliederversammlung wurde fristgerecht einberufen, die Tagesordnung mitgeteilt. Gegen Form und Frist der Einladung wurden keine Einwände erhoben. Die Beschlussfähigkeit wurde zu Beginn der Sitzung festgestellt.

Anwesende: Bernhard Walter, Uli und Erika Schmitz, Manfred und Marlene Schumacher, Marcella Wenz, Hans-Jörg Lindenberger, Christian Benninger

  1. Eröffnung der Sitzung um 19.00 Uhr durch Uli Schmitz. Kurzer Lagebericht über unsere Projekte. Unterstützt wurden die Projekte Mitraniketan, Sakhinettipalli und Social Welfare Council in Chitwan/Katmandu. Die Förderung für Baham (Kamerun) wurde vorerst eingestellt, bis neue Informationen zu dem Projekt eintreffen.
  2. Bericht des Kassenwarts Uli Schmitz legte den Finanzbericht 2015 vor. Die Gesamteinnahmen betrugen in 2015   € 28.747,67. Die Ausgaben beliefen sich auf € 64.377,64 davon € 556,06 Verwaltungskosten. Der Kontostand am 31.12.2015 beläuft sich auf € 55.537,84. (nähere Angaben siehe Finanzbericht 2015).
  3. Bericht des Kassenprüfers Hans-Jörg Lindenberger hat am 9.05.2016 die Kasse geprüft. Nach Einsicht in Kassenbücher und Kontoauszüge stellt Herr Lindenberger die ordnungsgemäße Führung der Kasse fest und beantragt die Entlastung des Kassenführers und des gesamten Vorstandes.
  4. Entlastung Vorstand und Kassenwart wurden jeweils einstimmig entlastet.

Berichte über unsere Projekte und deren Weiterführung

Social Welfare Council/Katmandu Unsere Zuwendung von 6000 Euro ist im Projekt angekommen. Allerdings gibt es noch keinen Bericht über deren Verwendung. Der weitere Ausbau der Schule ist etwas ins Stocken geraten. Dies ist den Nachwirkungen des Erdbebens sowie einer Verschlechterung der allgemeinen politischen Zustände, v.a. der Beziehung zu Indien mit verschärften Zöllen etc. geschuldet. Die Baumaterialien sind deswegen teurer geworden und auch schwerer zu bekommen. Die geplante Verwendung unserer Spende für Innenausbau, Schulausstattung etc. konnte bis jetzt noch nicht erfolgen. Zudem gibt es in letzter Zeit erhebliche Probleme mit der Kommunikation. U.a. deshalb wünschen wir für die Zukunft eine direkte Verbindung zu diesem Projekt. Wir stellen eine weitere Förderung von 6.000 € in Aussicht. Voraussetzung dafür ist aber

  • Information über die Umwidmung der letztjährigen Rate von 6.000 €
  • Vorschläge für die Verwendung der geplanten neuen Spende
  • Berichts- und Dokumentationspflicht (Abrechnungen, Belege, Fotos etc.)

Sakhinettipalli/Andra Pradesh   Das Projekt läuft weiterhin gut. Nach wie vor wohnen ca. 50 Kinder in Sakhi und die im Aufbau begriffene Schule scheint sich zu konsolidieren. Unsere Spende wurde, wie vereinbart, für die Verbesserung der Unterkünfte (Kauf von Betten und Matratzen), den Kauf zweier Computer, die Renovierung des Spielplatzes sowie, als Hauptprojekt, für die Sicherung und Verbesserung der Trinkwasserversorgung verwendet. Nun können weitere Aktivitäten geplant werden, wie z. B. die Einrichtung eines Nähkurses für ältere Schülerinnen und sog. „Dropout Girls“ aus dem Umland. Dafür benötigt man Nähmaschinen und sonstige Materialien (ca. 2.500 €). Gedacht ist auch an den Kauf zweier Milchkühe zur täglichen Versorgung der Kinder (ca. 1.200 €) und den Erwerb eines gebrauchten Kleinbusses für den Transport der Schüler (ca. 6.500 €). Dafür wurden 10.000 € beantragt und genehmigt. Voraussetzung für die Auszahlung ist jedoch die noch ausstehende Ausgabenbestätigung der letztjährigen Spende durch Rechnungen und Belege. Dies funktionierte bisher bei diesem Projekt sehr gut, jedoch gab es in letzter Zeit auch mit Sakhi einige Kommunikationsprobleme (z.B. nicht angekommene E-mails). In Zukunft sollten diese Schwierigkeiten aber wieder ausgeräumt werden können.

Baham/Kamerun  Bereits im letzten Abrechnungszeitraum (siehe Protokoll 2014) wurden die Schwierigkeiten mit diesem Projekt angesprochen. Leider hat sich bisher keine Verbesserung ergeben – eher im Gegenteil: In letzter Zeit ist kein Kontakt mehr zustande gekommen. Aus diesem Grund wurde einstimmig beschlossen, das Projekt vorerst ruhen zu lassen.

Mitraniketan/Kerala Uli Schmitz berichtet über die letzte Fahrt der Heisenberg Gruppe (inklusive Vereinsmitglieder) und die dort geleistete Arbeit. Das von uns mit dem Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) finanzierte Mädchenwohnheim ist komplett fertiggestellt und bezogen worden. Es ist ein sehr schöner, funktionaler Bau geworden. Allerdings gab es eine Kostensteigerung aufgrund von Verzögerungen und der Verteuerung der Baumaterialien. Das bereits vor drei Jahren fertiggestellte und seitdem bewohnte Erdgeschoss ist in sehr gutem Zustand. Im Jahr 2016 wurden oder werden insgesamt 11.000 Euro investiert, darunter auch Zuschüsse von anderen Organisationen, die an konkrete Projekte gebunden sind. So wurden zwei weitere Wassertanks installiert, die Töpferei saniert sowie für die Krankenstation Medikamente nachgekauft. Weiterhin werden 4.000 € für den Bau eines zweiten Tiefbrunnens investiert, da die Wasserversorgung trotz vielfältiger Maßnahmen, die auch von unserem Verein unterstützt wurden, immer noch teilweise problematisch ist, v.a. in der Zeit vor dem jährlichen Monsun. Wir warten auf einen Vorschlag Mitraniketans für ein neues Projekt, eventuell auch wieder zusammen mit dem BMZ.

Verschiedenes Diskutiert wurde die Möglichkeit, das Sparbuch aufzulösen, da momentan nahezu keine Zinseinnahmen vorhanden sind.

Intensive Erlebnisse; reiche Erfahrungen

Für die diesjährige Indienreisende ging die Zeit wie im Fluge vorbei. Zurück im Alltag bleiben die Erfahrungen, die die Schüler und Schülerin in Gesprächen mit ihren Mitschülern teilen. Die Gruppe konnte die in der Zwischenzeit fertiggestellten Bauarbeiten der Vorgänger besichtigen und ihre eigenen Beitrag zur Verbesserung der Wasserversorgung in harter Arbeit duchführen.

Ein großes Dankeschön an alle…

die uns bei unserer Arbeit begleitet und uns mit Rat und Tat unterstützt haben. Nun nähert sich 2014 mit schnellen Schritten dem Ende zu und öffnet die Türen für ein neues, hoffentlich friedliches, Jahr. Es würde uns freuen, wenn wir wieder mit Ihrer Hilfe rechnen könnten. Wir wollen in Kontakt bleiben und jede Idee, um den Benachteiligten ein wenig zu helfen, gemeinsam in Taten umsetzen.

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in das Neue Jahr!   ZfK Dez 2014

Wir haben es geschafft!

Fertigstellung des Erdgeschosses. Einweihung im März 2011

Fertigstellung des Erdgeschosses. Einweihung im März 2011

… oder besser gesagt, dank des Nicht-Aufgebens und des starken Einsatzes von U.Schmitz und K.Weber, ist der Antrag für den Ausbau des OG des ‚girl hostels‘ in Mitraniketan (Indien) vom BMZ angenommen, geprüft und…. genehmigt! worden. Nach fast drei Jahren nach Fertigstellung des Erdgeschosses kann nun weitergebaut werden, um den Mädchen eine bessere Unterkunft zu ermöglichen.

Die Mensa steht, die Schule wächst

Seit dem letzten Besuch der Fam. Schumachen hat sich in unserem Projekt viel getan. Das von ZfK mitfinanzierte Schulgebäude ist inzwischen weitgehend fertiggestellt. Im Erdgeschoss wurde neben den Klassenzimmern eine Mensa eingerichtet, im Obergeschoss vier weitere Klassenräume. Die Schule läuft nun schon seit über zwei Jahren und allmählich kommen auch immer mehr Anmeldungen von außerhalb, so dass auch erste Einnahmen zu verzeichnen sind. Ein Hauptproblem ist und bleibt auf absehbare Zeit die Bezahlung der Lehrkräfte. Glücklicherweise können sowohl der Leiter des Projekts Kim Nathan als auch seine Frau selbst unterrichten – das entschärft das Problem, genügt aber nicht. Kim äußert jedoch die Hoffnung, dass in Zukunft noch mehr externe Kinder die Schule besuchen werden, so dass sich eine gewisse finanzielle Selbstständigkeit einstellen wird. Ein besonders freudiges Ereignis ist, dass zwei der jungen Männer – beide leiden an Kinderlähmung und sind stark gehbehindert – heiraten konnten. Der eine hat darüber hinaus eine Arbeit als Verwaltungsgehilfe in einem Hospital gefunden. Er kann aufgrund von PC-Kursen, die im Campus abgehalten werden, mit Computern umgehen. Der andere arbeitet als Betreuer für die Kinder im Campus. Insgesamt leben ca. 50 Kinder im Projekt, was die sehr erfreuliche Entwicklung in Sakhinettipalli anschaulich zeigt.

Eine große Nation verabschiedet einen großen Mann

Sein Handeln wurde nicht nur bei den Kindern, die nun seit Generationen an seinem Traum ‚Bildung für alle‘ teilhaben durften, sondern auch im ganzen Land geschätzt.

Times (Indien Ausgabe)

Times (Indien Ausgabe)

Die Trauerfeier begann in seiner engsten Umgebung in der kleinen Stadt Vellanad und erstreckte sich bis zu hohen Ämtern von Kultur und Politik. Seine Einstellung zu Bildung für alle und die Notwendigkeit jedem die Chance einer selbstbestimmten Zukunft zu geben hat auch in anderen Teilen Indiens Beachtung gefunden. Das Schicksal der Mädchen, die in seiner Schule in Mitraniketan zahlreich Platz und Bildung finden, lagen ihm besonders am Herzen.

Der ewige Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt

Padmasree K Viswanathan

Padmasree K Viswanathan

„Für den, der geboren ist, ist der Tod sicher, für den der stirbt, ist die Geburt sicher“. Und so ist es tröstlich zu wissen, dass unser Freund, Gründer und Leiter der Schule Mitraniketan in Südindien, Mr Viswanathan, sein höchstes Ziel erreicht hat.

Mit seinen bemerkenswerten Taten wurde er nicht nur hier wie dort in Indien geschätzt und verehrt, sondern erreichte in seinem Glauben nun den vollkommenen Frieden.

Wir verabschieden uns in Trauer, da des Bewustseins der Endlichkeit,  und in großer Dankbarkeit durch die lange Freundschaft, die uns mit diesem weisen Mann verbunden hat.

Jeder Tropfen Wasser zählt

Entlich Wasser!

Entlich Wasser!

Im Februar 2014 besuchte eine Gruppe von Schülern, Eltern und Lehrern des Heisenberg-Gymnasiums Karlsruhe zum zwölften Mal unser Projekt in Mitraniketan und leistete praktische Entwicklungshilfe vor Ort. Durch den wiederholt kurzen und schwach ausgeprägten Monsun hat sich in den vergangenen Jahren das Problem der Wasserknappheit verstärkt. In den vorhandenen Wasserbecken und Tanks konnte nicht mehr genügend Trink- und Brauchwasser gesammelt werden. Teilweise musste schon Trinkwasser zugekauft werden. Die Arbeiten der diesjährigen Gruppe konzentrierten sich deshalb auf den Aufbau von Wassertanks (Sammeln des Regenwassers von den Dächern) und den Bau von Natursteinmauern zur Terrassierung des Geländes, um das knappe Regenwasser zu halten. Auch der im vergangenen Jahr begonnene Aushub eines Tiefbrunnens wurde zwischenzeitlich fertiggestellt.