Siemens-Werk Karlsruhe spendet an gemeinnützige Organisationen

Das Siemens-Werk in Karlsruhe hat sich in den letzten zwei Jahren von Grund auf verändert – bei laufendem Betrieb und innerhalb der bestehenden Werkshallen. Ein Veränderungsprozess, der sich sehen lässt und der ohne die außergewöhnliche Unterstützung und Mitarbeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Als Anerkennung stellte die Werksleitung der Belegschaft 15.000 Euro zur Verfügung. Die Belegschaft sollte selbst entscheiden, wofür das Geld eingesetzt wird. Eine Abstimmung unter den Mitarbeitenden ergab: Die 15.000 Euro sollen für gemeinnützige Zwecke gespendet werden. In einer zweiten Runde haben die Mitarbeitenden abgestimmt, welche Organisationen die Spende erhalten sollen.

Fünf gemeinnützige Institutionen aus der Technologie-Region Karlsruhe erhalten nun eine Spende und dazu gehörte auch die UNESCO-Partner-schule Heisenberg-Gymnasium, als willkommener Beitrag Mitraniketans altes girls hostel zu sanieren.

Unser herzlicher Dank geht an Siemens und deren Belegschaft

Laurie Baker in Mitraniketan

Wer war Laurie Baker … und warum interessiert er uns heute? Weil der im März 1917 in England geborene und 2007 in Trivandrum verstorbene Architekt Laurence (Laurie) Wilfred Baker Mitraniketan über Jahrzehnte mit seiner wunderschönen „low cost“ Bauweise entscheidend prägte und es nun an uns liegt, dieses Erbe zu erhalten.

Im Februar 2020, mit dem dann stattfindenden Schüler-Besuch, bemühen wir uns um das nun in die Jahre gekommene girls hostel, das einer gründlichen Renovierung bedarf. Die gute und uns froh stimmende Nachricht ist: das Gebäude bleibt erhalten und muss lediglich umfassend saniert werden.

Wer war Laurie Baker? Laurie Baker beendete 1937 das Architektur-studium in Birmingham. Während des Zweiten Weltkrieges diente er im freiwilligen Rettungsdienst, und wurde u.a. neben China und Burma nach Indien, auf eine Lepra-Krankenstation versetzt.  Die dort vorgefundenen menschenunwürdigen Heime, in denen die Kranken untergebracht waren, und sein Studium veranlassten ihn bald, sich dem Umbau und der Erneuerung des Umfeldes zu widmen. Allerdings musste er sehr schnell begreifen, dass seine akademische Ausbildung nicht zur Lösung der hier vorgefundenen Probleme beitragen würde. Materialien, Witterung, Monsun, Insektenbefall waren nun seine Herausforderungen. Laurie Baker erkannt das Problem und begann sich mit den Bauweisen der einheimischen, indischen Architektur zu befassen und konzentrierte sich auf das Wissen der lokalen Bauherren.

Es dauerte nicht lange bis er seinen eigenen Stil gefunden hatte. Anders als seine Zeitgenossen, richtete Baker die Bauwerke extrem nach dem Nutzen und den zukünftigen Bewohnern, nach Kosten und nach der Struktur des vorgefundenen Geländes aus. Ohne jedoch Funktionalität (Lüftung, Raumnutzung, Licht) und Ästhetik außer Acht zu lassen. Das Ergebnis können wir an allen unter der Leitung von Mr. Viswanathan gebauten Gebäuden in Mitraniketan bestaunen. „Low cost building heißt es auch hier, was Mitraniketan und allen seinen Einheiten einen freundlichen und einladenden Charakter verleiht.

Laurie Baker, lebte seit 1945 in Indien, Kerala, wo er über 60 Jahre die Baulandschaft prägte und von der Regierung, für seine Verdienste als Architekt, ausgezeichnet wurde.

Weihnachtsbrief 2019

Liebe Freunde und Mitglieder, 

schon wieder ist ein turbulentes Jahr (fast) vorbei und wir wenden uns an Sie, um uns ganz herzlich bei Ihnen zu bedanken. Ihre Spenden haben vielen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, einen Kindergarten, eine Schule oder eine Ausbildungsstätte zu besuchen.  

Immer wieder kommen aber neue Aufgaben auf unseren Verein zu, die es in Absprache mit der jeweiligen Projektleitung zu bewältigen gilt: etwa die Renovierung des alten Mädchenwohnheims in Mitraniketan, die Ausstattung der Schule für behinderte Kinder und Jugendliche in Sakhinettipalli, die Aufstockung des neuen Schulgebäudes in Katmandu oder die Finanzierung eines Containers als Klassenzimmer. All diese Projekte sollen gestartet oder fortgesetzt werden.

Dafür brauchen wir weiterhin Ihre Unterstützung. Wir  möchten Sie deshalb ganz herzlich um eine Spende für unsere Projekte bitten. Selbstverständlich erhalten Sie eine Spendenbescheinigung für 2019 spätestens im Januar 2020.

Eine ruhige und besinnliche Vorweihnachtszeit, frohe Festtage und ein gutes neues Jahr wünschen Ihnen

Ulrich Schmitz , Manfred Schumacher , Dr. Bernhard Walter 

Sich bewegen heisst auch bewegende Momente erleben

Dr. Rolf-Dieter Löw kann vieles dazu sagen und gibt uns einen Einblick in die in Tansania kürzlich gemachten Erfahrungen. Lesen Sie hier

Spendenaktion gestartet

Mit Freunden hat Rolf-Dieter Löw inzwischen zudem eine Spendenaktion für das St. Benedikt’s Hospital gestartet. „Damit zumindest die stationär aufgenommenen Kinder kostenfrei behandelt werden können. Und ihre Familien wegen der hohen Krankheitskosten nicht noch weiter verarmen“.

Neues und der Stand der Dinge

Das Protokoll der Mitgliederversammlung ist online und berichtet über den Stand und die Weiterführung der Projekte. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Oder gar ein Projekt, was Hilfe benötigt? Wir freuen uns über jeden, der mit uns, benachteiligten Kindern zu einer besseren Zukunft verhelfen möchte.

Hier weiterlesen: Protokoll der Mitgliederversammlung 2019 und zu dem aktuellen Stand der diversen Projekte lesen Sie hier weiter.

 

Gute Nachrichten…..

… nicht nur für die Indien-Gruppe 2018

Es war heiß und es war anstrengend während der Indienreise im Februar 2018. Aber das Ergebnis der damals bearbeiteten Baustellen läßt sich sehen: z.B. hat der von euch abgetragene Steinhaufen in den Bereichen des alten boys hostels nun einer rutschfesten Pflasterung Platz gemacht und bietet den Besuchern – auch während der Monsunzeit – freien und sauberen Zugang zu der neuen Bibliothek und IT-Raum. Eines der Räume wurde mit Tischen und Bänken ausgestattet, so dass sich die Kinder, im gut temperierten Raum, zum Lesen zurückziehen können. Was sie auch tun. Wir kamen überraschend dort vorbei und wurden freundlich von der Aufsichtslehrerin und den Kindern begrüßt. Stolz zeigen sie uns die bereits bestückten Regale und die fertigen Räume.

Um den Eingangsbereich erreichen zu können, musste die durch starke Regenfälle verursachte Erosion ausgeglichen und dazu die Rampe ergänzt und befestigt werden. Anhand des neu hinzugefügten (noch helleren) Materials ist leicht ersichtlich, welche Wucht das Wasser entwickelt und mit welcher Kraft es die Erde Jahr für Jahr abgetragen hat. Das Gefälle wurde ausgeglichen die Mauer gesichert.

Um das weitere Abtragen der Erde zu vermeiden war eine andere Baustelle zuständig und auch hier läßt sich das Ergebnis unserer (nicht immer einfachen) Arbeit sehen.  

Die Rückseite des Gebäudes und die gesamte Fläche bis zu dem Unterrichtspavillon wurde durch ‚unsere‘ Mauer gesichert und die von uns begonnene Aufschüttung der Erde sind nun beendet. Auch die Stufen sind fertig gebaut. Die Kinder nutzen selbst die gesamte Fläche der Mauer – bis hin zu dem neuen boys hostel  – um Töpfe mit Ablegern und Blumen zu stellen. Damit legen sie später Beete an, die wiederum beitragen die Erde zu befestigen und lernen ganz nebenbei einiges über das Pflanzen und deren Wirkung.

Nun kann der Regen kommen und Wassertanks und Brunnen füllen!

 

Worte der Erinnerung und des Abschieds

Es ist uns ein Herzensanliegen, denn Hans-Jörg Lindenberger war nicht nur Mitglied des Vereins, sondern für viele von uns auch ein sehr guter Freund.  Sein unstillbares Interesse an unendlich vielen Themen, die er gründlich studierte, erstreckte sich auch auf die Projekte des Vereins „Zukunft für Kinder“. So packte er öfters die Koffer und machte sich auf die Reise, um sich vor Ort eine eigene Meinung zu Land und Leuten, den von uns betreuten Projekten, zu bilden. Sein lebendiger Geist und scharfer Verstand hat nicht nur jede Vereinssitzung, sondern jede Unterhaltung bereichert. Sein prüfender Blick in die Vereinsbücher waren eine wertvolle Stütze für unsere Arbeit. Für uns plötzlich und unerwartet kam am 2. Mai sein Tod. Wir werden Hans-Jörg vermissen und sein ganz eigener Humor wird uns fehlen.

 

Kleine Geschichte über ein großes Glück

In einer kürzlich geführten Korrespondenz erwähnte der Leiter des Projektes Sakhinettipalli, folgendes Erlebnis aus seinem Alltag:

Letztes Jahr brachte ein Mann zwei Kinder aus dem nahegelegen Distrikt zu uns. Er kannte unser Projekt durch einen Koch, der bei uns gearbeitet hatte. Diese zwei Kinder haben ihre Eltern verloren und kämpften auf der Straße um ihr Überleben. Sie waren, als sie zu uns kamen, in einer schrecklichen Verfassung. Sie lebten vom Abfall. Manchmal fanden sie noch brauchbare Dinge und konnten sie verkaufen um sich ab und an etwas Essen kaufen zu können. Sie schliefen meist an den Eisenbahnschienen in der Nähe eines Shopping Centers. Seit Thupakula und Pravar hier sind, hat sich ihr Leben komplett geändert. Sie sind sehr glücklich in unserem FFC-Home und gehen seitdem sogar hier zur Schule…“.   

Es ist uns als Verein daher ein großes Anliegen diese, und weitere, Initiativen zu unterstützen. Diesmal waren es nur zwei Kinder, die von der Straße weg kamen. Für uns sind es hingegen NOCH zwei, die einer besseren Zukunft entgegen schauen.

Daher machen wir immer weiter!

Weiterlesen, hier geht es zum Projekt

Schülergruppe kehrt nach getaner Arbeit aus Indien zurück

Der Schulalltag hat Schüler und Lehrer/innen des Heisenberg Gymnasiums zurück. Während des Aufenthaltes in Mitraniketan, Partnerschule in Kerala, die nun jedes Jahr durch eine Gruppe des HBG Karlsruhe besucht wird, haben die Teilnehmer zum einen die Renovierungsarbeiten an den Unterkünften der Schülerinnen des People’s College maßgeblich vorangetrieben, zum anderen, durch Abgrenzungsmauern beim Zuweg                     , zum boys hostel, den bevorstehenden Monsun-Wassermengen, Einheit geboten, sowie dringend notwendige Abriss-, Aufbau- und Malerarbeiten bei den Handwerks- Ausbildungswerkstätten durchgeführt.                                                                  

Trotz Hitze und Anstrengung gab die Gruppe ihr Bestes und konnte dadurch sehr viel erreichen. Im Vordergrund steht jedoch auch, dass alle – so verlautete es aus der Gruppe – sehr lange noch von den persönlichen Erfahrungen und Eindrücken zehren werden.